Zu treuen Händen


im Auftrag des ZDF
Format TV-Movie
Länge 90 Minuten
Produktionsfirma UFA Fernsehproduktion GmbH
Drehort Berlin, Brandenburg und Altenburg/Thüringen
Regie Konrad Sabrautzky
Kamera Michael Steinke
Autor Sascha Arango
Produzent Norbert Sauer
Producer Laila Stieler
Produktionsleiter Klaus Michael Kühn
Darsteller Karin Baal, Irm Hermann, Rolf Hoppe, Peter Lohmeyer, Tilo Prückner, Peter Roggisch, Sophie von Kessel
Produktionsdetails

INHALT


"Wir haben keine Chance, aber wir nutzen sie!", lautet das Motto von Justus Blacher, Leiter des FAVORIT-Nähmaschinenwerkes in Wolkenstein.

Wolkenstein, ein gottverlassenes Kaff im Erzgebirge, steht und fällt mit seinem einzigen Arbeitgeber. Das Werk ist marode, die Anlagen verrottet, Aufträge bleiben aus. Aber Blacher und seine Belegschaft haben schon die sozialistische Planwirtschaft überlebt, irgendwie werden sie es auch im Kapitalismus schaffen. Dennoch droht das endgültige Aus, als die Treuhandanstalt, die Wolkenstein um ein Haar übersehen hätte, sich für das Pleite-Unternehmen zu interessieren beginnt.
Phase 1 ist für die Wolkensteiner noch ein leichtes Spiel. Der jungen Nina Lensky, Prüferin der Treuhandanstalt, gaukeln sie mit frisierten Bilanzen des Buchhalters Bienlein und Kulissen von Franz Korn, dem Bühnenbildner des längst geschlossenen Stadttheaters, ein florierendes Unternehmen vor. Doch damit ist nichts gewonnen. Nina ist in ihrer Abteilung der Treuhand die einzige, die sich tatsächlich für die Rettung von Ost-Unternehmen interessiert.
Ihr Gegenspieler Harry Schlenz, Typ Kriegsgewinnler, verdient zu gut an Liquidationen. Gedeckt wird er dabei von dem korrupten Abteilungschef Messerschmitt. Um seinem besten Kunden, dem Elektronik-Unternehmer Theo Krautinger, wieder einmal Billigst-Grundstücke zuschanzen zu können - gegen Prozente, versteht sich - frisiert Schlenz Ninas Gutachten. Daß deren Bericht auf nichts als gefälschten Daten beruht, macht die Sache nicht einfacher.
Wolkenstein soll liquidiert werden, koste es was es wolle. Die Rechnung haben Schlenz und Krautinger allerdings ohne Blacher und seine tapferen Wolkensteiner gemacht. Und ohne Nina, die ihren Intimfeind Schlenz endgültig zur Strecke bringen will. Nina und Blacher verbünden sich und inszenieren einen gigantischen Schwindel. Die Vollstrecker von der Treuhand sollen mit ihren eigenen Waffen geschlagen werden. Ein ausländischer Investor muß her - und Hua, der Vietnamese vom Reinigungstrupp verwandelt sich über Nacht in einen millionenschweren koreanischen Unternehmer.
Krautinger wird eine Nachricht über geheime Uranvorkommen in Wolkenstein zugespielt. Plötzlich sehen sich Messerschmitt und Schlenz mit gleich zwei Interessenten für das marode Nähmaschinenwerk konfrontiert, die den Kaufpreis in die Höhe treiben. Für Nina und Blacher läuft alles nach Plan, ihr Schildbürgerstreich scheint zu klappen. Sie ahnen nicht, daß Finke, der übereifrige Ermittler in Sachen Korruption und Wirtschaftskriminalität, die Treuhandabteilung schon lange im Visier hat und endlich zuschlagen will...

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