Die Relativitätstheorie der Liebe


Format Kinofilm
Länge 96 Minuten
Produktionsfirma UFA Cinema GmbH
Drehort Köln, Berlin
Drehzeit 18.08.2009 - 15.10.2009
Regie Otto Alexander Jahrreiss
Kamera Hannes Hubach
Autor Christian Jeltsch
Produzent Nico Hofmann, Thomas Peter Friedl, Nina Maag
Producer Manya Lutz
Junior Producer Rike Radtke
Herstellungsleiter Patrick Zorer
Produktionsleiter Edgar Cox
Casting Nadine von Volkmann
Maskenbild Katja Riemann Jeanette Latzelsberger, Gregor Eckstein, Kerstin Stattmann
Maskenbild Olli Dittrich Brigitte Frank, Michele Thevenet
Darsteller Katja Riemann, Olli Dittrich, Leonard Carow, Sara Fazilat, Jochen Wigand, Tobias Schulze, Mirko Lang, Pujeh Taghdisi, Gabriele Schäfer, Norman Kalle, Christoph Hemrich, Broder Hendrix, Jennifer Boadu, Gisela Weismann, Katharina Groth, Daniel Borgwardt, Stefan Nagel, Fawzi Rehmo, Andrea Badey, Bruno F. Apitz, Nadine Pasta
Produktionsdetails

INHALT


Kann Agenturchef Frieder mit einer Werbekampagne seine Ehe retten? Eher nicht. Denn seine Frau ist Esoterikerin und schwebt längst über allen Zielgruppen. Frieder hat allerdings Ersatz gefunden: Evas Zwillingsschwester Maria ist nämlich mit beiden Beinen auf der Erde geblieben und begegnet Frieder deshalb auf Augenhöhe: Mit seiner Schwägerin, einer erfolgreichen Galeristin, hat Frieder seit 15 Jahren ein Verhältnis. Ihm könnte die Familie also egal sein – wäre da nicht sein halbwüchsiger Sohn Hanno. Frieder leidet darunter, dass er die Funkstille zwischen Vater und Sohn nicht überbrücken kann. Der jugendlich-idealistische Hanno attackiert Frieder mit Vorwürfen, die beim Vater auf eine wunde Stelle treffen: Beide sind sich im Grunde einig, dass Frieder sein Talent trotz sehr gut zahlender Kunden unter Wert verkauft. Denn als Gegenwert liefert er in seinen Bratwurst-Kampagnen nur Banalitäten.

Besteht die Möglichkeit, dass Fahrlehrer Paul seine Frau nach 35 Ehejahren bei einem Seitensprung überrascht? Durchaus. Ihm sieht man sein Alter an – Gabriela ist dagegen ein immer noch knackiges venezolanisches Energiebündel: Sie flirtet gern und reizt Paul mit ihrer provokanten Art bis zur Weißglut. Doch bekanntlich heißt es: Rache sollte eiskalt serviert werden. Der eifersüchtige Paul macht einen entscheidenden Fehler: Er vermutet, dass Gabriela ihn mit ihrem Tanzlehrer betrügt. Dabei tanzt der nur professionell mit Damen – und privat mit Herren.

Wird die coole, aber notorisch einsame und von einem unstillbaren Kinderwunsch getriebene Alexa durch Vernunft und Weitsicht einen Partner oder wenigstens einen Samenspender finden? Im Prinzip ja. Aber in diesem Fall wäre sie besser kurzsichtig. Denn das Gute liegt wirklich nah: Alexa ist Gabrielas und Pauls Tochter, spielt die Heldin einer erfolgreichen TV-Serie, ist aber bereits jenseits der 30 – und Single. Es passt ihr gar nicht, ständig Gabrielas Verkupplungsversuche abzuwehren. Aber tief in ihrem unsicheren Herzen wünscht sie sich ein Kind genauso sehnsüchtig wie Gabriela einen Enkel. Zumal sie im Fernsehstudio jeden Tag einen dicken Bauch umschnallen muss: Als Serienheldin ist sie hochschwanger. Ihre Bar-Bekanntschaften qualifizieren sich allerdings nie, und auch ihre Partnersuche per Internet produziert nur Nieten.

Wie hoch stehen die Chancen, dass die strenge Peggy ihre Beamtenpflicht vernachlässigt? Praktisch gleich null. Bis ihr ein sympathischer Gastwirt mit Emigrantenhintergrund ein Angebot macht, das sie ablehnen muss … aber nicht kann: Im Auftrag der Gesundheitsbehörde schnüffelt Peggy in Restaurantküchen herum, denn laut Gesetz sind deutsche Gaststätten nicht nur sauber, sondern auch rein. Youssef al Bustani, den Besitzer einer libanesischen Imbissbude „Beirut“, fordert sie ultimativ auf, umgehend rutschfeste Fliesen und eine Spritzschutzvorrichtung zu installieren. Ansonsten wird er in Kürze nur noch für sich selbst kochen. Youssef ist ein freundlicher und verständnisvoller Mitbürger – aber er zuckt hilflos die Schultern: Das Geld für die nötigen Umbauten fehlt ihm einfach.
Youssef sollte wissen, dass deutsche Beamten sich nicht bestechen lassen. Trotzdem klingelt er an der Wohnungstür der zurückgezogen lebenden Peggy. Natürlich lässt sie sich durch seine „Bestechung“ (ein Blumenstrauß) nicht beeindrucken – wohl aber durch den entwaffnend herzlichen Youssef selbst, der ihr „Nein“ in seiner unwiderstehlichen Art einfach ignoriert. Und als sie bald darauf miterlebt, wie er auf der Bowlingbahn abräumt, bekommt ihre äußerlich harte Beamtenschale zusehends Risse.

Weil Alexa persönlich und auch in der Ehe ihrer Eltern nur Beziehungsfrust erlebt, erwägt sie die kompromisslose „Selbst ist die Frau“-Variante: Um ein Kind zu bekommen, braucht frau technisch gesehen keinen Partner, sondern Sperma. Bei einer Samenbank erkundigt sie sich nach ihren Optionen. Dort trifft sie den Samenspender und Keyboard-Spieler Stevie Lehmann, dem sie bereits mehrfach begegnet ist. Wie es der Zufall will, hat auch er noch nicht die Richtige fürs Leben gefunden. Dafür hat er aber eine Theorie entwickelt, nämlich die Relativitätstheorie der Liebe: Ob der Funke überspringt oder nicht, entscheidet nicht zuletzt die wiederholte Einheit von Zeit und Raum, oder kurz gesagt: Verlieben können sich nur Menschen, die im gleichen Augenblick am gleichen Ort sind. Relativ ist dabei der Zufall, der nachhelfen muss, damit die Liebenden sich finden. Alexa findet das relativ einleuchtend. Und plötzlich scheint Stevie als Vater ihrer Kinder relativ gut geeignet.

Doch relativ zufällig nimmt Stevie Fahrstunden bei Alexas Vater Paul. Ausgerechnet an dem Tag, als Alexa den Eltern ihren neuen Freund präsentieren will, fährt Stevie Pauls Dienstwagen zu Schrott.

Wird Alexas biologische Uhr also weiter ticken? Wird Paul in seiner rasenden Eifersucht ausrasten? Wird Youssefs ewiger Geldmangel weitere Bowling-Abende mit Peggy verhindern? Wird Frieder ein Kundenprofil entwickeln, das seinen Sohn erreicht? Und wird Eva mithilfe ihres Yogis endlich die Schwerkraft überwinden?

Galeristin Maria spricht aus Erfahrung: „Es kommt darauf an, wo die Liebe hinfällt: Manchmal in ein frisch gemachtes Bett – und manchmal in eine Pfütze.“

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