Unzählige Kino- und Fernsehfilme, darunter auch herausragende UFA-Produktionen, prägen die 55jährige Bühnen- und Filmkarriere von Mario Adorf, in der er sich in die Herzen des Publikums gespielt hat. Er ist jedoch weit mehr als nur ein brillanter Darsteller in Film, Fernsehen und auf der Bühne. Er ist auch Entertainer und erfolgreicher Autor.

Adorf ist das uneheliche Kind der deutschen Röntgenassistentin Alice Adorf und eines verheirateten Italieners, des kalabrischen Chirurgen Dr. Matteo Menniti, und wuchs bei seiner Mutter in der Eifel auf. Ab 1950 studierte er an der Universität Mainz Philosophie, Psychologie, Kriminologie, Literatur, Musikgeschichte und Theaterwissenschaften. Schon damals entdeckte Adorf seine Leidenschaft für die Bühne und wirkte an studentischen Produktionen mit. Zur Fortsetzung seines Studiums ging er 1953 nach Zürich und arbeitete zusätzlich als Statist und Regieassistent am Schauspielhaus Zürich, brach kurz darauf jedoch sein Studium ab. Er entschloss sich Schauspieler zu werden und begann seine Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Im Anschluss an seine Schauspielausbildung hatte Adorf von 1955 bis 1962 ein Engagement an den Münchner Kammerspielen.

Als ihn der deutsche Film entdeckte war Adorf junge 24 Jahre. Die Landser-Trilogie 08/15 verschaffte dem damals noch studierenden Adorf seinen ersten großen Erfolg. Nach weiteren Filmen, mit denen er seinen großen Durchbruch als deutscher Nachwuchsdarsteller feierte, folgte 1959 die Hauptrolle in der UFA-Produktion Das Totenschiff nach dem gleichnamigen Roman von B. Traven, in der er den polnischen Kohlentrimmer Lawski mimte. Im ersten Teil der Winnetou-Filme übernahm er 1963 die Rolle des bösartigen Gegenspielers Santer. In Deutschland meist auf Schurkenrollen festgelegt, suchte sich Adorf in den 60er Jahren neue Aufgaben in Italien, wo er in Komödien, Western und Krimis mitwirkte. Den Kontakt zum jungen deutschen Film verlor er darüber hinaus aber nicht. In Die verlorene Ehre der Katharina Blum mimte er den zwielichtigen Kommissar Beizmenne, in Die Blechtrommel den Vater Matzerath.

1986 produzierte die UFA den dreiteiligen Fernsehfilm Heimatmuseum mit Mario Adorf in der Rolle des tyrannischen Großvaters Alfons Rogalla. Mit der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Siegfried Lenz über das Leben eines masurischen Teppichwebers wurde Adorf zur Idealbesetzung von Patriarchen jeder Art. Eine Rollenzuschreibung, die er bis heute immer wieder aufnimmt; bspw. in dem 1990 von der UFA für das ZDF produzierten raffinierten Kriminalfilm Die Kaltenbach-Papiere. 1993 feierte Adorf mit seiner Paraderolle als Großunternehmer und Patriarch im Vierteiler Der große Bellheim unter der Regie von Dieter Wedel einen weiteren Höhepunkt seiner Karriere.

Dieses Jahr ist Adorf in einer weiteren UFA-Fernsehproduktion zu sehen: Der eigens für ihn geschriebene 2-Teiler Der letzte Patriarch wird rund um seinen 80. Geburtstag im September 2010 ausgestrahlt.


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