Interview mit Jana und Sophia Münster

Bereits zum dritten Mal schlüpften Jana und Sophia Münster in die Rolle der eineiigen Zwillinge Hanni und Nanni. Die beiden Schwestern kommen aus der Nähe von Mannheim und standen 2007 das erste Mal im Jungen Nationaltheater Mannheim auf der Bühne. Im Sommer 2010 wurden sie mit dem Kinohit „Hanni & Nanni“ schlagartig bekannt. Eine ganz besondere Ehre wurde den beiden im November 2010 zuteil, als sie mit dem Bambi in der Kategorie „Talent“ ausgezeichnet wurden. 2011 drehten Jana und Sophia „Hanni & Nanni 2“, der Film lief 2012 in den deutschen Kinos und konnte an den Erfolg des Vorgängers anschließen. Sophia Münster stand im Frühling 2012 für die TV-Produktion „Die Holzbaronin“ als Elly Seitz (1913-14) vor der Kamera, der Film wurde im Februar 2013 mit großem Erfolg im ZDF ausgestrahlt. In HANNI & NANNI 3 stellen sie und ihre Schwester Jana ihr außergewöhnliches Talent erneut unter Beweis.


Ihr habt die Zwillinge Hanni und Nanni bereits zum dritten Mal gespielt. Was hat sich denn für Euch seit dem ersten Film verändert?
Sophia: Wir haben uns auf jeden Fall weiterentwickelt, auch schauspielerisch. Beim ersten Teil war das alles noch total neu für uns, jetzt haben wir uns daran aber schon gewöhnt und es macht total Spaß, mit der ganzen Crew zu drehen.
Jana: Wir sind erwachsener geworden und haben sehr viel mehr Erfahrung mit der Schauspielerei gemacht. Im dritten Teil konnten wir auch schon mal Vorschläge machen, zum Beispiel, wie wir den Text am besten sagen könnten.
 
Wie haben sich denn Hanni und Nanni seit dem ersten Film verändert?
Sophia: Auf jeden Fall hat Hanni mehr Rücksicht auf Nanni genommen. Im ersten Teil hat sie noch sehr über ihre Schwester bestimmt, jetzt interessiert sie auch die Meinung von Nanni. Und bei Nanni ist es so, dass sie offener geworden ist und dass sie sich jetzt mehr zutraut.
 
Dafür kriegen sie sich jetzt wegen des Austauschschülers Clyde in die Haare…
Sophia: Das ist aber etwas anderes. Sie verlieben sich in denselben Jungen und das löst eben auch kleine Streitereien aus. Ich finde aber, dass der Streit zwischen ihnen nie so groß sein könnte, dass sie sich trennen.

Wie ähnlich seid Ihr eigentlich Euren Filmfiguren?
Jana: Ich bin so wie Hanni ziemlich direkt. Nanni kümmert sich dagegen mehr um ihr Umfeld und auch darum, dass es den Menschen um sie herum gutgeht. Hanni macht das auch, ist aber ein bisschen eigenständiger und zieht ihr Ding durch.
 
Und wo unterscheidet Ihr Euch?
Jana: Es gibt jetzt keinen so großen Unterschied zwischen ihr und mir. Manchmal ist sie aber ziemlich direkt – und so bin ich dann doch nicht.
Sophia: Nanni ist etwas zurückhaltender. Sie achtet immer sehr darauf, dass es ihrer Schwester gutgeht. Da bin ich anders: Ich achte zwar auch auf meine Schwester, sage ihr aber trotzdem meine Meinung. Ich bin selbstbewusster als Nanni.
 
Wie lief denn die Zusammenarbeit mit Euren erwachsenen Schauspielkollegen?
Jana: Ziemlich gut! Die meisten Schauspieler kennen wir ja schon seit dem ersten Teil. Wir haben viel miteinander geredet und machten auch mal Witze zusammen.
Sophia: Ja, wir mögen uns alle total und freuen uns jedes Mal, wenn wir uns wiedersehen. In diesem Film hatte ich mit Konstantin Wecker alleine eine Szene. Das hat mir besonders viel Spaß gemacht, weil es eine sehr emotionale Szene war.

Haben sie Euch auch mal Tipps gegeben?
Jana: Ja, manchmal. Aber sie haben auch immer gesagt, dass jeder seinen eigenen Stil hat. Und dann soll man es auch so spielen, wie es einem am besten liegt.

Im Film führt Ihr „Romeo und Julia“ auf. Hättet Ihr Lust, das auch mal selbst zu spielen?
Jana: Ja, das fände ich schon mal lustig.
Sophia: Ich fände es auch gut. Aber die Sprache bei Shakespeare ist schon recht schwierig. Es wäre total lustig, wenn wir das vielleicht mal mit einer modernen Sprache in der Schule aufführen könnten.
 
Was haltet Ihr denn grundsätzlich von Internaten?
Jana: Ich finde es eigentlich toll, weil man die ganze Zeit Freunde um sich hat. Aber persönlich würde ich jetzt nicht so gerne auf ein Internat gehen, weil ich einfach lieber zu Hause leben möchte.
Sophia: Auf Lindenhof würde ich sofort einziehen. Leider gibt es aber so eine Schule nicht in Wirklichkeit, was ich echt schade finde. Der Unterricht dort findet in ganz kleinen Klassen statt und die Lehrer sind so durchgeknallt, das finde ich total genial. Deswegen kann ich mir nicht so gut vorstellen, auf ein anderes Internat zu gehen – vor allem, weil ich ja dann auch von meiner Familie getrennt wäre.

Ihr habt schon zum dritten Mal Eure Sommerferien für einen Film geopfert. War das schlimm für Euch?
Jana: Ich finde es persönlich wie Ferien. Man erlebt ja auch total viel und nicht jeder hat die Chance, vor der Kamera zu stehen und einen Kinofilm zu drehen. Deswegen möchte ich auch mit niemandem tauschen.
Sophia: Ich habe mich immer total auf die Dreharbeiten gefreut und ich hoffe auch, dass es noch einen vierten Teil geben wird.


Spotlights Übersicht zurück

Meistgelesene Artikel


Drehstart für "Nachtschwestern"

Die Dreharbeiten zur neuen Medical-Serie "Nachtschwestern" von UFA SERIAL DRAMA haben in Berlin und Köln begonnen.

mehr

10 Jahre UFA Nachwuchscasting

Das UFA Nachwuchscasting feiert in diesem Jahr Zehnjähriges!

mehr

First Steps Awards 2018

Der wichtigste und höchst dotierte deutsche Nachwuchspreis First Steps wurde zum 19. Mal in Berlin verliehen.

mehr