Interview mit HANNELORE HOGER

Was ist für Sie das Besondere an dem aktuellen Film „BELLA BLOCK – Die schönste Nacht des Lebens“?
     
Das Besondere - der Plot spielt zu großen Teilen auf einem Segelschiff der Marine die, im Auftrag der Bundesregierung agiert. Das ist neu für Bella Block. War es Mord, Totschlag oder ein Unfall, die Fragen müssen geklärt werden. Nachdem ein junger Kadett im Wasser neben dem Schiff tot aufgefunden wird. Die Geschichte basiert in Anlehnung an einen realen Vorfall.

Eine Folge von „BELLA BLOCK“ steht noch aus – dann ist Schluss mit der sympathisch-eigenwilligen Kommissarin. Wie fühlt sich das für Sie an?

Für mich gut. Ich habe mir noch nicht in den Arm gekniffen. Als wir anfingen, war ein Film geplant. Daraus sind zwanzig Jahre geworden. Das ist eine lange Zeit. Nicht nur die Figur "Bella Block" ist zwanzig Jahre älter geworden, auch die Darstellerin Hannelore Hoger. Es war eine schöne, eine gute Zeit, die ich nicht bereue. Für die ich dankbar bin. Aber ich habe in den ganzen Jahren, die ich meinen Beruf ausübe, schon von vielen Menschen und Rollen Abschied nehmen müssen. Etwas Wehmut ist immer dabei. Noch geht das Leben weiter und die Arbeit auch.

Wie war es damals, als Ihnen die Rolle der Bella Block angeboten wurde – haben Sie sofort zugesagt? Wie hat sich Ihre Figur über die Jahre Ihrer Meinung nach verändert?

Ja, ich habe gleich zugesagt. Katharina Trebitsch, die erste Produzentin, hatte die Rechte für drei Romane von Doris Gercke , der Autorin. Ich fand, die Rolle liegt mir. Kommt meiner Persönlichkeit entgegen. Katharina Trebitsch hat Max Färberböck als Regisseur und Autor der ersten zwei Drehbücher und mich als Darstellerin beim ZDF, bei Hans Janke, dem damaligen Fernsehspielchef, durchgesetzt. Der mich übrigens als Theater-Schaupielerin kannte. Und das war auch gut so. Zwanzig Jahre verändern jeden Menschen. So auch mich. Durch wechselnde Regisseure und Drehbuchautoren, hat es dann verschiedene Sichtweisen auf die Figuren gegeben. Das finde ich immer noch eine Bereicherung.
                   
Welche „BELLA BLOCK“-Filme sind Ihnen besonders in Erinnerung geblieben und warum?


Besonders mochte ich die ersten zwei Filme, mit Färberböck als Regisseur. Er kann gute Situationen erfinden, die dem Schauspieler sozusagen Spielfutter geben. Der Neubeginn war geglückt und es brauchte zwei Jahre, bis es weiterging. Die Doppelfolge "Das Schweigen der Kommissarin", Drehbuch Beate Langmaack, hat mir gefallen oder die Haschkeks-Folge mit Regisseurin Sherry Hormann. Unsere Auslanddrehs in Irland, St. Petersburg oder in Stockholm mit Rolf Lassgård als Partner. Aber es ist ungerecht, jetzt einige rauszupicken - ich hatte immer tolle Kollegen und Regisseure: Christian von Castelberg, Rainer Kaufmann, Julian Roman Pölsler, Markus Imboden, Stephan Wagner. Bedauert habe ich, dass Rudolf Kowalski verschwand, ich fand, wir harmonisierten gut als Paar; ebenso Devid Striesow. Aber gut, da bekommt die Arbeit einen Ruck, neue Anreize. Nun packen wir die Koffer und eilen zu neuen Ufern! Hissen die Segel und warten, wohin die Winde uns tragen.

"BELLA BLOCK - Die schönste Nacht des Lebens" am 04.04.2015 um 20.15 Uhr im ZDF!

Mehr zur BELLA BLOCK Reihe finden Sie hier.


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