Götz George

Götz George zählt er zu den populärsten deutschen Schauspielern und hat seit mehr als 50 Jahren eine einzigartige Bühnen- und Leinwandkarriere vorzuweisen. Nach der Schauspielausbildung im Berliner UFA-Nachwuchsstudio gelang ihm mit dem UFA-Film Jaqueline 1959 der große Durchbruch. In seinem durchweg populären Schauspielerleben dreht der den meisten als Kommissar Schimanski bekannte Mime immer wieder für die traditionsreiche Produktionsfirma.

Götz George wurde am 23. Juli 1938 als Sohn des Schauspielerpaares Berta Drews und Heinrich George in Berlin geboren. Der Vater, der ihm den Vornamen in Anlehnung an seine Lieblingsrolle Götz von Berlichingen gab, starb 1946 im von der Sowjetunion betriebenen alliierten Speziallager Nr. 7 Sachsenhausen. Götz George wuchs mit seinem älteren Bruder Jan (* 1931) bei seiner Mutter in Berlin auf. Bereits als Kind stand er auf der Bühne des Berliner Hebbel-Theaters.

Mit 15 gibt er sein Leinwand-Debüt in dem Film WENN DER WEIßE FLIEDER WIEDER BLÜHT (1958) an der Seite der jungen Romy Schneider. In dem DEFA-Film ALTER KAHN UND JUNGE LIEBE steht er 1956 das erste Mal in einer Hauptrolle vor der Kamera. Nach der Ausbildung bei Else Bongers im Berliner UFA-Nachwuchsstudio erhielt er mit 22 Jahren seinen ersten Bundesfilmpreis 1960 für den UFA-Film JACQUELINE (Regie Wolfgang Liebeneiner), den Deutschen Kritikerpreis 1961 und den "Bambi" als beliebtester Schauspieler 1962. Nach diesem Durchbruch bei Kritik und Publikum folgt ein Triumph dem anderen. Die 60er Jahre sind gekennzeichnet von dem fließenden Wechsel zwischen anspruchsvollem Kino und klassischer Unterhaltung. Götz George spielt in Abenteuerfilmen, Komödien oder Krimis. Kein Genre lässt er aus. Bis 1969 hat er bereits 26 Filme gedreht – darunter die Verfilmungen der Karl May Romane und internationale Produktionen wie der Horrorfilm DER TODESKUSS DES DR. FU MANCHU (1968) an der Seite von Christopher Lee oder unter der Leitung des französischen Regisseurs Jean-Luc Godard LE VENT D’EST (1969).

Es folgen zehn Jahre, in denen sich der gebürtige Berliner vornehmlich dem Theater widmet und nur in einigen Fernsehproduktionen mit wirkt, darunter viele Folgen von DER KOMMISSAR, TATORT, DERRICK und DER ALTE. Seinen größten Zuschauererfolg hatte George in den 80er Jahren mit seiner Figur des raubeinigen Tatort-Kommissars Horst Schimanski, der von 1981 bis 1991 zu sehen war und für den er 1989 mit dem Grimme Preis ausgezeichnet wurde.
In den 90er Jahren spielt Götz George unter der Regie von Nico Hofmann in der UFA Produktion DER SANDMANN (1995) den vermeintlichen Serienmörder und Literaten Henry Kupfer als kühlen, kalkulierten und manipulativen Intellektuellen und wird dafür erneut mit dem Grimme Preis und dem Goldenen Löwen von RTL ausgezeichnet. In DIE BUBI-SCHOLZ-STORY (1997) legt er das Trauma eines gealterten, gebrochenen Boxers bloß. In DER TOTMACHER (1995) ist George der Serienmörder Fritz Harrmann, was ihm unter anderem den Darstellerpreis der Filmfestspiele von Venedig und den bisher letzten von vier gewonnen Deutschen Filmpreisen einbrachte. In NICHTS ALS DIE WAHRHEIT (1999) schlüpft er, mit Hilfe einer Latexmaske stark gealtert, in die Rolle des NS-Arztes und Massenmörders Josef Mengele. Komödiantisch ausgelegt sind seine Rollen als Hamburger Reporter Hermann Willié in SCHTONK! (1991) und als Regisseur Uhu Zigeuner in ROSSINI-ODER DIE MÖRDERISCHE FRAGE, WER MIT WEM SCHLIEF (1996).

Mit der Verfilmung von KABALE UND LIEBE (2005) in der Bearbeitung und Regie von Leander Haussmann näherte sich George im neuen Jahrtausend wieder seiner Theatervergangenheit. Für die erfolgreichen Fernsehfilme der UFA Tochter teamWorx steht er trotzdem immer wieder gerne vor der Kamera, so entstehen LIEBE.MACHT.BLIND (2001), FAMILIENKREISE (2002), EINMAL SO WIE ICH WILL (2004), KEIN HIMMEL ÜBER AFRIKA (2004) und DIE STURMFLUT (2006).


UFA-Filmografie

1957: Solange das Herz schlägt (UFA)
1959: Jacqueline (UFA)
1960: Die Fastnachtsbeichte (UFA)
1980: Der König und sein Narr (UFA Fernsehproduktion)
1995: Der Sandmann (UFA Fernsehproduktion)
1996: Tote sterben niemals aus (UFA Fernsehproduktion)
2001: Liebe. Macht. Blind (teamWorx)
2003: Familienkreise (teamWorx)
2004: Einmal so wie ich will (teamWorx)
2004: Kein Himmel über Afrika (teamWorx)
2006: Die Sturmflut (teamWorx)


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