Drehstart für "Charité 2"

Nach dem beispiellosen Erfolg der UFA FICTION-Serie CHARITÉ beginnen am 4. Dezember in Tschechien die Dreharbeiten zur zweiten Staffel. Unter der Regie von Anno Saul entstehen 6 x 45 Minuten, die Kamera führt erneut Holly Fink. In den Hauptrollen spielen Ulrich Noethen, Mala Emde, Jannik Schümann, Frida-Lovisa Hamann, Jacob Matschenz u.v.a.m.

CHARITÉ erzählt erstmals die Geschichte einer Institution im Wandel der Zeit. Die zweite Staffel bewegt sich im historischen Spektrum des Nationalsozialismus. Nichts gleicht mehr dem Armenkrankenhaus von 1888: moderne Gebäude, eine strenge Hygiene, moderne Geräte und hervorragend ausgestattete Operationssäle ermöglichen ein optimales Arbeiten. Unter diesen für jene Zeit herausragenden Bedingungen operiert der weltberühmte Chirurg Ferdinand Sauerbruch. Doch der Zerfall der Berufsethik unter den Ärzten zu Gunsten der perfiden NS-Gesundheitsdiktatur ist deutlich spürbar.

Unter der Belegschaft finden sich Handlanger der neuen Ausmerzungsideologie der Nationalsozialisten – aber auch Ärzte wie Prof. Sauerbruch, der zwar anfangs den Nationalsozialismus begrüßt hat, aber dann mehr und mehr auf Distanz geht. Unter seinem Schutz entwickeln sich einige erstaunliche Formen des Widerstands.

Zum Inhalt: Anni (Mala Emde) studiert während des Zweiten Weltkriegs Medizin an der Charité und ist überzeugt von der Rassen-Ideologie der Nazis. Sie erwartet freudig ein Kind des angesehenen Kinderarztes Dr. Artur Waldhausen (Artjom Gilz). Als sich jedoch ausgerechnet das Baby des „arischen Vorzeigepaares“ nach der Geburt nicht normal entwickelt, müssen Anni und Artur schwere Entscheidungen treffen. Prof. Dr. Ferdinand Sauerbruch (Ulrich Noethen) führt spektakuläre Operationen durch, assistiert von seiner deutlich jüngeren Frau Margot (Luise Wolfram) und dem zwangsverpflichteten Franzosen Dr. Adolphe Jung (Hans Löw). Sauerbruch wird immer wieder um Hilfe gebeten, etwa von seinem ehemaligen Kollegen Karl Bonhoeffer (Thomas Neumann), dessen Schwiegersohn Hans von Dohnanyi (Max von Pufendorf) in der Charité Schutz vor der NS-Justiz finden soll. Gleichzeitig treibt der Leiter der Psychiatrie, Max de Crinis (Lukas Miko), das Euthanasieprogramm voran.


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