Unsere Mütter, unsere Väter


im Auftrag des ZDF
Format TV-Movie
Länge 3 x 90 90 Minuten
Produktionsfirma teamWorx Television & Film GmbH
Drehort Litauen & Deutschland
Drehzeit 14.03.2011 - 29.07.2011
Autor Stefan Kolditz, Carolin Haasis
Regie Philipp Kadelbach
Produzent Nico Hofmann, Jürgen Schuster, Benjamin Benedict, Sebastian Werninger
Ausführende Produzenten Katrin Goetter; Sebastian Werninger
Producer Katrin Goetter
Kamera David Slama
Herstellungsleiter Donald Jenichen
Produktionsleiter Konstantin von Carlowitz
Line Producer Tim Greve
Casting Sarah Lee
Redaktion Heike Hempel, Alexander Bickel, Thorsten Ritsch
Darsteller Volker Bruch, Tom Schilling, Miriam Stein, Ludwig Trepte, Katharina Schüttler
Pressebetreuung Anja Käumle
Produktionsdetails

INHALT


Sie verleben noch ein paar ausgelassene Stunden, dann treibt das Schicksal sie auseinander: Fünf Freunde und die Verabredung auf ein Wiedersehen. Fünf Menschen am Ende ihrer Jugend und mitten im Krieg. Und ohne eine Vorstellung von dem, was dieser Krieg mit ihnen und der Welt machen wird…

Juni 1941, Tage vor dem Überfall auf die Sowjetunion: In Berlin treffen sich fünf Jugendfreunde, um Abschied zu nehmen: Wilhelm (Volker Bruch), überzeugter Soldat der Wehrmacht, Friedhelm (Tom Schilling), sein weniger überzeugter Bruder, die lebenslustige Greta (Katharina Schüttler), die Nazis für Spießer hält und davon träumt, ein UFA-Star zu werden, die ernste Charlotte (Miriam Stein), die fest an den Nationalsozialismus glaubt und sich zur Krankenschwester ausbilden lässt, um Volk und Führer zu dienen, und schließlich der Jude Viktor (Ludwig Trepte), der verzweifelt seine Eltern zu überzeugen versucht, Deutschland endlich zu verlassen.




Teil 1: Unsere Mütter unsere Väter – Eine andere Zeit


Berlin im Sommer 1941: Die fünf Freunde Wilhelm, sein schöngeistiger Bruder Friedhelm, Charlotte, Viktor und Greta treffen sich, um Abschied zu nehmen. Wilhelm und Friedhelm sind an die Ostfront beordert, Charlotte wird dorthin als Krankenschwester gehen. Sie versprechen, sich nach dem Krieg wieder zu treffen und sind fest davon überzeugt, dass das schon Weihnachten sein wird.

Nach anfänglich großen militärischen Erfolgen dringt die deutsche Wehrmacht in Richtung Moskau vor. Je länger der Krieg im Osten andauert, desto öfter erleben der kriegserfahrene Leutnant Wilhelm und sein Bruder Friedhelm, ein einfacher Soldat, die Schrecken des Russlandfeldzuges. Nicht zuletzt, als beide Zeugen eines Pogroms in ei-nem ukrainischen Bauerndorf werden, bei dem ein deutscher Offizier des Sicherheitsdienstes ein 14-jähriges Mädchen trotz der Intervention Wilhelms erschießt, geraten ihre bisherigen Einstellungen zum Krieg ins Wanken. Auch Charlotte trifft im Lazarett auf die desillusionierende Kriegswirklichkeit. Als sie eine jüdische Ärztin unter den Krankenschwestern ausmacht, sieht sie sich mit ihrer gefestigten nationalsozialistischen Gesinnung vor eine schwere Prüfung gestellt.

Greta arbeitet derweil in Berlin an ihrer Karriere als Schlagersängerin und beginnt eine Affäre mit Sturmbannführer Dorn von der SS, eine Liaison, die sie vor ihrem jüdischen Freund Viktor verheimlicht. Für Viktor und seine Eltern wird die Situation zunehmend schwieriger. Sie wollen das Land verlassen, doch das ist inzwischen fast unmöglich. Greta nutzt ihre Beziehung zu Dorn dazu, Papiere für Viktor zu besorgen. Doch noch in Berlin wird Viktor verhaftet. Dorn hat ihn verraten, die Papiere sind falsch.

Der Herbst geht zu Ende, der "Blitzkrieg" ist gescheitert und die Wehrmacht steckt ohne hinreichende Ausrüstung im eisigen Winter vor Moskau fest. Friedhelm stumpft durch die Kriegserlebnisse zunehmend ab. Mehr und mehr fügt er sich in die Rolle als Soldat, während sein Bruder Wilhelm langsam am Sinn des Krieges zu zweifeln beginnt.


Teil 2: Unsere Mütter unsere Väter – Ein anderer Krieg


Von ihrem Liebhaber Dorn zur Truppenunterhaltung an die Ostfront geschickt, begegnet Greta zwei Jahre nach ihrem letzten Treffen Wilhelm, Friedhelm und Charlotte im fernen Russland wieder. Doch der Krieg hat die Freunde verändert. Es ist der Vorabend der größten deutschen Panzeroffensive: In der Nähe der russischen Stadt Kursk soll die "Operation Zitadelle" das Kräfteverhältnis im Osten wieder zu Gunsten der Wehrmacht verschieben.

Aus Überheblichkeit verpasst Greta ihr Flugzeug nach Deutschland und erlebt in Charlottes Lazarett zum ersten Mal hautnah die Schrecken des Krieges. Zur gleichen Zeit befindet sich Viktor mit anderen Leidensgenossen in einem Transportzug auf dem Weg in ein KZ in Polen. Er kann fliehen. Gemeinsam mit der Polin Alina flüchtet er in die Wälder. Ein polnischer Bauer entdeckt die Beiden und will sie an die Deutschen verraten, doch sein Sohn warnt sie und führt sie zu einer Gruppe polnischer Partisanen.

Wilhelms Einheit wird in der Schlacht um Kursk aufgerieben und die beiden Brüder getrennt. Friedhelm, der glaubt, dass sein Bruder gefallen ist, entkommt als Einziger dem sinnlosen Kampf. Schwer verwundet wird er in Charlottes Lazarett gebracht und nur durch ihren Einsatz gerettet. Die Nachricht von Wilhelms Tod trifft Charlotte schwer, war Wilhelm doch schon seit Berliner Tagen ihre heimliche große Liebe. Was jedoch weder Friedhelm noch Charlotte ahnen: Auch Wilhelm konnte sich retten. Er hat sich, verwirrt und verwundet, vom Kampfgeschehen entfernt und findet Unterschlupf in einer verlassenen Hütte, wo ihn aber schließlich die Feldgendarmerie aufstöbert und festnimmt.

Friedhelm, der zur Genesung Heimaturlaub bekommen hat, erfährt mit seinen Eltern von der Verhaftung seines Bruders und seiner Verurteilung zum Tod durch Erschießen wegen Fahnenflucht. Sein Vater verstößt den einst bevorzugten Sohn und sucht Annäherung an Friedhelm. Dieser muss feststellen, dass er mit dem Leben in der Heimat nicht mehr zurecht kommt. Er lässt sich wieder an die Front versetzen. Derweil berichtet Greta Dorn von ihrer Schwangerschaft. Aus Angst, seine Frau könnte von der Affäre mit Greta erfahren, lässt Dorn sie verhaften.



Teil 3: Unsere Mütter unsere Väter – Ein anderes Land

Wilhelms Todesurteil wird abgeändert und er in ein Strafbataillon versetzt. Die Wehrmacht braucht jetzt jeden Mann. In Russland treffen sich Charlotte und Wilhelm wieder – eine aufwühlende Begegnung für beide. Vor allem Charlotte ist von ihren Gefühlen überwältigt, hielt sie doch Wilhelm für tot. Doch der Krieg reißt beide wieder auseinander. Die Rote Armee ist an allen Fronten auf dem Vormarsch. Während Friedhelms neue Einheit in Polen noch brutal gegen die Partisanengruppe vorgeht, der auch Viktor angehört, wird Charlottes Feldlazarett von den Russen überrollt. Charlotte gerät in russische Gefangenschaft. Greta bekommt im Gefängnis Besuch von ihrem ehemaligen Liebhaber und Förderer Dorn. Wie so viele sieht auch er das Ende der NS-Zeit kommen und versucht, seinen Hals aus der Schlinge zu ziehen. Er will, dass Greta ihm bestätigt, dass er ihrem Freund Viktor zur Flucht aus Deutschland verholfen hat: Ihr Leben gegen ihre Unterschrift. Wilhelm nutzt das Chaos des Rückzugs und setzt sich von seinem Strafbataillon ab. Er macht sich auf den schwierigen und gefährlichen Weg zurück nach Berlin. Der Krieg befindet sich in den letzten Zügen, doch täglich sterben noch tausende von Menschen. Auch Friedhelm wird in den letzten Kriegstagen mit einem Aufgebot gegen die vorrückende Rote Armee geschickt.

Vier Jahre zuvor hatten sich die fünf Freunde zu Weihnachten in Berlin wieder sehen wollen. Vier Weihnachtsfeste sind inzwischen ohne ein Wiedersehen vergangen. Ein Land liegt in Trümmern. Millionen von Menschen auf allen Seiten sind einen sinnlosen Tod gestorben. Auch an den Fünf ist der Krieg nicht ohne Verluste vorüber gegangen und die, die überlebt haben, werden nie wieder die Selben sein.


Pressekontakt:
Anja Käumle

Preise (Auszug)

Bayerischer Fernsehpreis 2013 – Sonderpreis für das Schauspieler-Ensemble: Volker Bruch, Tom Schilling, Katharina Schüttler, Miriam Stein und Ludwig Trepte

Deutscher Fernsehpreis 2013 in der Kategorie Bester Mehrteiler

7 Auszeichnungen der Deutschen Akademie für Fernsehen (DAfF) in 2013 (Regie: Philipp Kadelbach, Schauspieler Hauptrolle: Tom Schilling, Szenenbild: Thomas Stammer, Kostümbild: Wiebke Kratz, Maskenbild: Gerhard Zeiß, Stunt: Sandra Barger & Wanja Götz, Casting: Sarah Lee & Nina Haun)

Prix Europa 2013 - Beste Mini-Serie

Goldene Kamera 2014 in der Kategorie Bester Fernsehfilm

Bambi 2013 für Tom Schilling in der Kategorie Schauspieler national

20. International Shanghai Television Festival 2014: Regisseur Philipp Kadelbach mit Golden Magnolia Award für die beste Regie

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