Ein Toter Bruder


im Auftrag der ARD/DEGETO
Format TV-Movie
Länge 90 Minuten
Produktionsfirma teamWorx Television & Film GmbH
Drehort Mecklenburg Vorpommern
Drehzeit 25.05.2004 - 02.07.2004
Kamera Gunnar Fuß
Autor Daniel Nocke
Produzent Nico Hofmann, Sascha Schwingel
Herstellungsleiter Oliver Lüer
Redaktion Sabine Holtgreve, Bettina Reitz
Pressebetreuung Anja Käumle
Darsteller Marie Bäumer, Thomas Dannemann, Michael Rotschopf
Produktionsdetails

INHALT


Annette und Gerald stehen vor einem Neubeginn in ihrem Leben. Geralds alter Studienfreund Arved hat sich nach zehn Jahren wieder gemeldet und Gerald, als er von dessen beruflicher Misere erfuhr, eine vollkommen neue Existenz offeriert, inklusive Job und Wohnung.
Voller Hoffnung folgen Annette und Gerald der Einladung Arveds zum Jubiläumstreffen der Diplomklasse in seinem Ferien-Anwesen. Während Gerald bewegt ist, seinen ehemaligen Kommilitonen erstmals wieder zu begegnen, ist Annette geschockt, als sie Arveds Ehefrau erblickt: In der an den Rollstuhl gefesselten Diana erkennt sie das Mädchen wieder, das vor 25 Jahren während eines gemeinsamen Badeurlaubs mit Annettes Bruder verunglückte. Der Bruder starb, Diana war fortan auf den Rollstuhl angewiesen. Die beiden überforderten Mädchen gaben sich damals gegenseitig die Schuld an dem Unfall. Die entsetzte Annette fürchtet, diese Konstellation werde den glücklichen Start in das neue Leben unmöglich machen. Damit Gerald nicht ihretwegen auf seine große Chance verzichten muss, bietet sie ihm an, sich von ihm zu trennen. Aber das kommt für Gerald überhaupt nicht in Frage. Er ist der Meinung, nach 25 Jahren sollte ein Verzeihen zwischen den Frauen möglich sein.

Gerald scheint Recht zu haben. An einem See, abseits der Feierlichkeiten im Ferienhaus, nähern die Frauen sich einander an. Erleichtert stellt Annette fest, dass Diana sich offensichtlich von ihrem Verfolgungswahn erholt hat. Doch dann blitzt er an anderer Stelle unerwartet wieder auf: Diana verfällt der absurd anmutenden Theorie, ihr Mann Arved wolle sie umbringen und habe Annette und Gerald nur zu der Party eingeladen, um mit Annette eine ideale Tatverdächtige präsentieren zu können. Annette tut alles, um Diana von der idiotischen Vorstellung abzubringen. Aber Diana listet eine Vielzahl von Tat-Motiven ihres Mannes auf, der ohnehin nur eine Rollstuhl-fahrerin geheiratet habe, um sein Image aufzubessern und seine Karriere voran zu treiben. Annette hat keine Lust mehr, sich den Unsinn anzuhören und kehrt zu der Party ins Haus zurück, wo sie Gerald von dem Gespräch berichtet.
Im Verlaufe des Abends machen sie aber mehr und mehr Beobachtungen, die Dianas Aussagen zu entsprechen scheinen. Vorsichtshalber schauen Annette und Gerald noch einmal draußen nach Diana und finden sie zer-schmettert neben ihrem Rollstuhl am Fuße eines Abhanges.
Wieder im Haus, müssen sie feststellen, dass der Abend offenbar wirklich so arrangiert wurde, dass Annette als Tatverdächtige präsentiert werden kann.
Zwischen den Party-Gesprächen der Feiernden, ihren Tänzchen, Flirts, Eifersüchteleien und alkoholgetränkten Erinnerungen an die gute alte Zeit suchen Gerald und Annette nach einem Weg, aus der Falle zu entkommen, bis die Leiche offiziell entdeckt wird.
Annettes und Geralds Beziehung und ihrem Vertrauen zueinander tut diese seltsame Party-Nacht allerdings gut. Gerald erkennt erstmals, dass Annette nie begeistert von der Idee eines Neuanfanges war. Offenbar hatte er beim starren Blick auf seine eigene Zukunft die Wünsche seiner Frau aus den Augen verloren. Aber wenn sie hier irgendwie rauskommen sollten, dann wird alles anders, schwört sich Gerald. Und tatsächlich finden sie einen Weg, Arved unter Druck zu setzen und zu erpressen, den Tod seiner Frau als Unfall hinzustellen. Seinen guten Willen darf Arved ihnen auch noch durch die Zahlung einer ordentlichen Summe Geldes beweisen. Siegreich machen sie sich im Morgengrauen auf den Heimweg. Erst im letzten Bild macht Gerald, während Annette im Tankstellenhaus die Benzin-Rechnung begleicht, eine zufällige Entdeckung in Annettes Handtasche, die ihn begreifen lässt, dass es nicht Arved, sondern seine Frau war, die ihn in dieser Nacht getäuscht hat.

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