Die Akte General


in Koproduktion mit SWR, SR, BR und der ARD Degeto
Format TV-Movie
Produktionsfirma UFA FICTION
Regie Stephan Wagner
Autor Alexander Buresch
Kamera Thomas Benesch
Producer Leif Alexis
Redaktion Michael Schmidl (SWR), Christine Strobl (ARD Degeto), Andrea Etspüler (SR), Amke Ferlemann (BR)
Produzent Benjamin Benedict, Nico Hofmann
Darsteller Ulrich Noethen, David Kross, Dieter Schaad, Nathalie Thiede, Bernhard Schütz, Attila Georg Borlan, Godehard Giese, Ronald Kukulies, Gustav Peter Wöhler
Produktionsdetails

INHALT


Das Politdrama beleuchtet die historische Persönlichkeit Fritz Bauer, der als hessischer Generalstaatsanwalt in den Jahren 1959 bis 1962 an der Ergreifung Adolf Eichmanns beteiligt war und die Frankfurter Auschwitz-Prozesse maßgeblich vorantrieb.

In der jungen Bundesrepublik, die Ende der 50er Jahre in Politik und Justiz immer noch von nur oberflächlich geläuterten Nazi-Seilschaften durchsetzt ist, führt der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer einen einsamen Kampf gegen die Vertuschung nationalsozialistischer Verbrechen und die restaurative Politik der Regierung Adenauer – er ist der festen Überzeugung, dass nur so die junge Demokratie gefestigt werden könne.
Nicht nur seine Haltung, sondern auch sein aufbrausendes Temperament machen Bauer angreifbar, immer wieder formiert sich Widerstand aus Politik, Nachrichtendiensten und dem Justizapparat gegen den Einzelkämpfer. Wohl wissend, dass das Interesse an der Ergreifung Adolf Eichmanns in Deutschland gering ist, versucht Bauer, den israelischen Geheimdienst zu einer Verhaftung des in Argentinien vermuteten Organisators der Massendeportationen zu bewegen.

Tatsächlich gelingt es Bauer in geheimen Verhandlungen, die Verhaftung Eichmanns durch den Mossad in Gang zu setzen. Unterstützt vom jungen Staatsanwalt Joachim Hell lässt Bauer auch danach nicht locker: Mit Material aus den Eichmann-Vernehmungen will er ein Verfahren gegen Kanzleramtschef Hans Globke erreichen, um dessen Verstrickung in die Deportationen zu ahnden, und wagt sich damit an Adenauers engsten politischen Vertrauten.

Regisseur Stephan Wagner über seinen Film:
"Ich wollte die Geschichte eines deutschen Helden erzählen. Aus der Perspektive der Enkel ist der Heldenstatus Bauers unstrittig. Aus der Perspektive seines Lebens ist der Held Fritz Bauer ein tragischer. Diesen Bruch filmisch wie emotional nachvollziehbar zu machen, wurde für mich das Zentrum der Inszenierung. Dabei ist "Die Akte General" viel mehr als ein biografischer Ausschnitt aus dem Leben Fritz Bauers, erzählt mit den filmischen Mitteln fiktionaler Verdichtung. Es ist ein Film über den Preis, den man zahlt, um eine Lebens-Aufgabe zu Ende zu bringen: Macht gegen Ohnmacht. Gemeinschaft gegen Isolation. Werte gegen Kompromisse."

"Die Akte General" ist eine UFA FICTION-Produktion in Koproduktion mit SWR, SR, BR und der ARD Degeto, gefördert mit Mitteln der MFG Baden-Württemberg und des FFF Bayern.

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