UFA Filmnächte goes London

Mit „Der letzte Mann“ wird am 6. Oktober 2017 im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Auslandspräsentationen des Landes Brandenburg ein UFA-Stummfilmklassiker in London zu sehen sein.

Aus Anlass des Tages der Deutschen Einheit präsentiert sich das Land Brandenburg vom 4. bis 6. Oktober 2017 unter dem Titel „BRANDENBURG – JUST MY CUP OF TEA! Brandenburg meets Britain“ zum zweiten Mal in London. In Zusammenarbeit mit UFA und dem Filmorchester Babelsberg wird „Der letzte Mann“ – ganz im Stile der UFA Filmnächte - mit Live-Musikuntermalung des Orchesters und unter der Leitung von Matt Dunkley am 6. Oktober 2017 in der Kirche St. John’s Smith Square zu sehen sein. Als Bestandteil des Programms vor Ort bildet die Vorstellung des UFA-Stummfilmklassikers den Höhepunkt der Tage in London.

DER LETZTE MANN (1924/ F. W. Murnau)
live-begleitet durch das Deutsche Filmorchester Babelsberg
Zeit: Freitag, 6. Oktober 2017 19.00 Uhr
Ort: Kirche St. John’s Smith Square, London SW1P 3HA
Kartenvorverkauf: www.sjss.org.uk
Box Office 0044/20/7222 1061
Tickets GBP 25, GBP 20, GBP 12

Inhalt
„Heute bist Du der Erste, geachtet von Allen, ein Minister, ein General, vielleicht sogar ein Fürst - Weißt Du, was Du morgen bist?“ So fragt der Vorspann von „Der letzte Mann“.

Mit „Der letzte Mann“ liefert Friedrich Wilhelm Murnau eine so zeitlose wie eindrückliche Parabel über die Wechselhaftigkeit des Lebens und die Bedeutung von Statussymbolen. Der Film erzählt die Geschichte eines alternden Portiers. Stets begleitet von Marschmusik stolziert der Portier nach Dienstschluss in seiner prächtigen Livree nach Hause ins Arbeiterviertel, wo er von allen bewundert wird. Doch von einem Tag auf den anderen verliert er seine Position, die ihn doch mit so viel Stolz erfüllte. Der alte Portier wird zum Toilettenwächter degradiert; verlacht von den Nachbarn und verstoßen von seinen Verwandten, zieht sich der Alte, zum „letzten Mann“ geworden, in den Keller zurück. Doch das Rad der Fortuna dreht sich weiter: Dank des von einem reichen Kunden hinterlassenen Vermögens wird der Toilettenmann ein umworbener Hotelgast.

Emil Jannings, der wohl größte Schauspieler seiner Zeit, brilliert in der Darstellung dieses Mannes, der mit dem Verlust seiner Portiersuniform auch Ansehen und Würde verliert – den sozialen Abstieg von Millionen Menschen in der Wirtschaftskrise versinnbildlichend.

Bedeutung für die Filmgeschichte erlangte „Der letzte Mann“ auch durch eine neue Kameratechnik, die bewegliche „entfesselte“ Kamera, mit der Karl Freund hier erstmals arbeitete.

Weitere Informationen gibt es auf www.brandenburg-meets-britain.de


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