UFA Filmnächte 2017 - Der Nachklapp

28.08.2017

Vom 22. bis 25. August präsentierten UFA und Bertelsmann mit „Die Liebe der Jeanne Ney“, „Der letzte Mann“ und „Metropolis“ drei Stummfilmklassiker der diesjährigen UFA Filmnächte und mit "Der Medicus" auch einen neueren UFA-FIlm. Jeder Abend wurde vom jeweiligen Filmpaten eingeläutet, wie die Schauspielerin Maria Furtwängler, der Schauspieler Tom Schilling, Katharina Wackernagel und Franz Dinda. Das Besondere der OpenAir-Atmosphäre wurde wieder von den Darbietungen der Live-Musiker WDR Funkhausorchester, UFA Brass der Deutschen Oper, dem US-DJ Jeff Mills und dem Neuen Kammerorchester Potsdam untermalt.

Vor dem Start der Filmwoche hießen UFA und Bertelsmann rund 350 Gäste am Dienstabend, den 22. August 2017, zu einem Empfang in der Bertelsmann-Repräsentanz Unter den Linden 1 willkommen. Die Gastgeber begrüßten dann Bertelsmann-Gesellschafterin Liz Mohn sowie zahlreiche prominente Schauspieler, Kulturschaffende und Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft. So haben sich außer Filmpatin Maria Furtwängler unter anderem die Schauspieler Sebastian Koch, Michael Degen, Inka Friedrich, Lisa Martinek, Stephanie Stumph, Samuel Finzi, Hans-Werner Meyer und Dominic Raake angekündigt. Auch der Regisseur Wim Wenders, die Filmproduzentin Tanja Ziegler sowie Nicola Lubitsch, einziges Kind des berühmten deutsch-amerikanischen Filmpioniers Ernst Lubitsch, und Christoph Kunheim, Sohn der Schauspielerin Brigitte Helm, die in „Metropolis“ die Maria spielt, kamen.

Als Auftaktfilm stand vor der spektakulären Kulisse des Kolonnadenhofs ein Meisterwerk des Regisseurs G. W. Pabst auf dem Programm: „Die Liebe der Jeanne Ney“ aus dem Jahr 1927. Das hochspannende Melodram, das vor dem Hintergrund der Oktoberrevolution spielt, wurde erstmals in digitalisierter und rekonstruierter Fassung gezeigt. Die im Auftrag von ZDF/ARTE rekonstruierte Musik zum Film spielte das WDR Funkhausorchester Köln live unter der Leitung von Frank Strobel.

Eine inhaltliche Einführung gab die Schauspielerin Maria Furtwängler, die vorab zur ihrer Laudatorin-Rolle folgendes sagte: "‘Die Liebe der Jeanne Ney‘, ein früher Film der Weimarer Zeit mit einer starken Frauenrolle und einer sehr aufwendigen Inszenierung. Ich freue mich sehr, als Patin diesen Film bei den UFA Filmnächten vorzustellen. Vor zwei Jahren erlebte ich als Gast die UFA Filmnächte. Die geschichtsträchtige Atmosphäre auf der Museumsinsel, ein Stück Filmgeschichte auf großer Leinwand, ein vielköpfiges Orchester, das den Film live begleitet: Für mich gibt es keinen magischeren Ort, um vollends in das Kino- und Musikerlebnis einzutauchen."

Am Mittwoch, den 23. August, folgte Friedrich Wilhelm Murnaus Meisterwerk „Der letzte Mann“ mit dem großen Emil Jannings in einer seiner bekanntesten und eindringlichsten Rollen. Dazu spielte die UFA Brass der Deutschen Oper Berlin unter Leitung von Manfred Honetschläger nach dessen eigener Neukomposition die Live-Musik ein. Als Filmpate führte Schauspieler Tom Schilling die zahlreichen Zuschauer in den Abend.

Am 24. August, stand Fritz Langs filmisches Jahrhundertmonument „Metropolis“ auf dem Programm. Für US-DJ Jeff Mills war es das erste Mal, dass er die komplettierte, restaurierte Fassung von „Metropolis“ aus dem Jahr 2010 live am Mischpult vertonte. Katharina Wackernagel, Filmpatin, freute sich auf einen tollen Abend: "Von den UFA Filmnächten hatte ich schon viel gehört und fühle mich geehrt, als Patin eines Filmes in dieser Reihe dabei zu sein. Und dann auch noch bei einem solchen Schwergewicht unter den Filmklassikern wie "Metropolis". Ich freue mich schon jetzt auf diesen Abend. Ein Film, der Kinogeschichte geschrieben, wenn nicht sogar mitbegründet hat, OpenAir in der Kulisse der Berliner Museumsinsel und von Kult-DJ Jeff Mills musikalisch untermalt. Einfach toll!"

Mit „Der Medicus“ wurde am Freitagabend, am 25. August 2017, anlässlich des 100. UFA-Geburtstag dieses Jahr auch ein moderner UFA-Film bei den Filmnächten gezeigt. Der UFA Filmnächte EXTENDED Abend wurde vom Neuen Kammerorchester Potsdam begleitet und durch Schauspieler Franz Dinda vorgestellt, der selbst im Film mitspielt. Philipp Stölzls Verfilmung von Noah Gordons internationalem Bestseller „Der Medicus“ mit Starbesetzung wurde erstmalig mit Live-Musik aufgeführt. Atmosphäre und Dialoge blieben auf der Tonspur, die Musik kam dagegen vom Neuen Kammerorchester Potsdam unter Leitung von Ud Joffe. Der vierte Abend war somit dem besonderen Jubiläum der UFA gewidmet.

Franz Dinda, Filmpate von "Der Medicus", war voller Vorfreude auf den Abend: "Den "Medicus" bei den UFA Filmnächten vorstellen zu dürfen bedeutet für mich zweierlei Freude: Wiedersehensfreude, da ich die unvergessliche Möglichkeit hatte, darin ein paar Szenen mit Stellan Skarsgard zu drehen und natürlich Vorfreude, weil ich auf die Vertonung durch das Neue Kammerorchester Potsdam gespannt bin. Vor einiger Zeit war ich schon einmal in den Genuss gekommen, einen Stummfilm mit Orgelbegleitung erleben zu dürfen, deswegen weiß ich um die Magie solcher Experimente."

Die UFA Filmnächte von Bertelsmann und UFA finden inzwischen auch international Anklang. So begeisterten UFA Film Nights Cineasten bereits mehrfach in Brüssel, in Madrid, Paris und New York.

UFA Filmnächte
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